Mit dem Ziel, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und die Vernetzung zu stärken, besuchte Mitte April eine Delegation aus dem oststeirischen Joglland die Region Mühlviertler Alm. Im Mittelpunkt standen neben der Besichtigung innovativer Projekte – etwa im Europaschutzgebiet Tannermoor, dem Dorfladen „Moment“ oder dem Obstschaugarten am Biohof Thauerböck – vor allem der Austausch über zukünftige Herausforderungen im ländlichen Raum.
Einblicke in die Jugendarbeit
Am zweiten Tag stand am Vormittag die Jugendarbeit, insbesondere die Jugendtankstelle im Fokus. Unter den Exkursionsteilnehmern waren auch Mittelschuldirektoren aus der Steiermark, dem Burgenland und aus Ungarn. Sie zeigten großes Interesse an den vorgestellten Initiativen – von Programmen zur Stärkung der Lehre, über schulische Angebote bis hin zu Aktivitäten im kommunalen und kirchlichen Jugendbereich.
Vielfältige Einblicke in die Mühlviertler Alm am Exkursionstag
Unter der Reiseleitung von Geschäftsführerin Renate Fürst führte die Exkursion durch mehrere Gemeinden und zu Vorzeigeprojekten der Region. Mario und Monika Thauerböck gaben Einblicke in ihre Arbeit in der Biolandwirtschaft und in die Veredelung regionaler Rohstoffe. Bei Sonnenschein konnten sich die Exkursionsteilnehmer ein Bild über die zahlreichen Baumsorten im Obstschaugarten machen oder die Schaukeln und Liegen am Urkraftweg testen. Weiters gab es noch Informationen zur Positionierung des Urkraftdorfs Kaltenberg.
Im Ortszentrum von St. Leonhard bei Freistadt informierte Bürgermeister Andreas Derntl über die erfolgreiche Entwicklung des Ortskerns und die Umsetzung von Projekten, wie dem „Treffpunkt am Johannesweg“ oder dem „3-Gipfelweg“ im Rahmen des LEADER-Programms. Christa und Rainer Scheuchenpflug gewährten zudem Einblicke in das Gästehaus „Weitblick“ sowie den Dorfladen „Moment“, die als Beispiele für Leerstandsnutzung, innovative Nahversorgung und sanften Tourismus gelten.
Den Abschluss bildete ein Besuch im Europaschutzgebiet Tannermoor in Liebenau. Bürgermeister August Reichenberger stellte das Interreg-Projekt „Moorerlebnis Oberösterreich-Vysočina“ vor und erläuterte Maßnahmen zur Besucherlenkung und Wissensvermittlung. Bei einer gemeinsamen Wanderung konnten sich die Teilnehmer ein Bild von der Schönheit des Moorgebiets und den erfolgreichen Renaturierungsmaßnahmen machen.
Die Exkursionsteilnehmer waren sich einig: „Wir nehmen von der Reise ins Mühlviertel viele schöne Eindrücke und Ideen für die Regionalentwicklung mit nach Hause!“



